MALA NOCHE
USA 1985, 35mm, 78 min, englische OV
REGIE Gus Van Sant DARSTELLER Tim Streeter, Nyla McCarthy, Ray Monge, Doug Cooeyate DREHBUCH Gus Van Sant, Walt Curtis (Buch) PRODUZENT Gus Van Sant VERLEIH Alamode Film
dieser film lÄuft wann / Showtimes ?  
Ground Zero. Urknall. Keimzelle. Mit dem Regiedebüt von Gus Van Sant aus dem Jahr 1985 nimmt das seinen Ursprung, was ein paar Jahre später als New Queer Cinema für Furore sorgen wird. Ohne nennenswertes Budget mit Laiendarstellern in Van Sants Heimatstadt Portland gedreht, ist MALA NOCHE neben STRANGER THAN PARADISE und SHE’S GOTTA HAVE IT einer der drei in s/w gedrehten Meilensteine des damals noch wirklich unabhängigen US-Independentkinos der 80er. Unaufgeregt, in verträumten Bildern erzählt der Film von dem durchs Leben treibenden Mittdreißiger Walt, der eine unverhüllte Obsession für einen jungen rebellischen Mexikaner entwickelt. Sie wird sich erfüllen, nur eben ganz anders als man es zunächst erwarten könnte. Der Blick ist unverkennbar schwul, aber nicht geil. In der einen – und entscheidenden – Sexszene des Filmes zeigt Van Sant wenig, sagt aber alles, was es zu wissen gibt. Inspiriert von Jean Genets einzigem Film, UN CHANT D’AMOUR ist MALA NOCHE ein Film der Andeutungen, der flüchtigen Momente, ein genialer Schnappschuss, in dem der junge Regisseur mit dem geschulten Auge eines Fotografen bereits all das festhält, was ihn in späteren Werken immer wieder interessieren und auszeichnen wird: das Porträt einer verlorenen Jugend, gefiltert durch den Blick eines offen schwulen Filmemachers. Wie gesagt – ein Meilenstein. Verzaubert präsentiert anlässlich der aktuellen Premiere von PARANOID PARK diese Wiederaufführung mit einer brandneuen Kopie.

“Physically and spiritually, the characters of MALA NOCHE are in constant stasis, whether en route from Mexico to the States or from one dank apartment room to the next. Gus Van Sant’s gritty, dirty, lyrical, altogether sensual debut feature frames their homosexual existence as one of nomadic isolation, an identity constantly in flux and only preserved through a perpetual sense of redefinition.” Slant Magazine

 

MÜnchen
Frankfurt
KÖln
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05 April / 17.45 Uhr / Atelier
15 April / 21.45 Uhr / Metropolis 1
13 April / 13.30 Uhr / Cinedom 10
22 April / 17.45 Uhr / KINO 6

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